Im Hyperland

Kurzer Hinweis in eigener Sache: Drüben im Hyperland schreibe ich über das viel zu frühe Ende von Subjot. Der amerikanische Webdienst ging im vergangenen Sommer unter großem Applaus der internationalen Tech-Presse ans Netz. Jetzt, ein halbes Jahr später, ist das Start-Up am Ende. Die zu Grunde liegende Idee ganz und gar nicht.

Kartografie des sozialen Webs

Gestern veröffentlichte ich ohne weiteren Kommentar den ersten Teil einer neuen Serie mit dem Titel “Kartografie des sozialen Webs”. Weil es vermutlich eine Artikelserie ist, die ich auch über längere Zeit werde aufrecht erhalten können, sei an dieser Stelle kurz erläutert, was es damit auf sich hat. 

Mein Eindruck ist: Seit einigen Monaten steigt die Innovationsgeschwindigkeit im Social Web wieder. Begonnen hat das ungefähr um die Zeit als mit Google+ ein neuer vielversprechender Marktteilnehmer auftauchte. Seitdem haben wir eine Vielzahl neuer Netzwerke und Dienste gesehen, wie das in dieser Häufigkeit wohl zuletzt in den Jahren 2007 und 2008 gewesen sein dürfte, als MySpaces Abstieg begann, Facebook und Twitter die dadurch entstanden Lücke aber noch nicht zu füllen vermochten.

Dass wir nun eine erneute Boomphase erleben ist großartig. Es drängt sich der Eindruck auf, als könne man nahezu täglich einen neuen Webdienst ausprobieren, welcher dann oftmals von einer zuvor unbekannten Perspektive den Blick auf das soziale Interagieren im Netz neu eröffnet. Ich jedenfalls gehöre zu den Menschen die rege davon Gebrauch machen.

Da mir bislang aber die Möglichkeit fehlte, diese neuen Erfahrungen in angemessener Art und Weise zu dokumentieren und zu teilen, habe ich mir vorgenommen mit der Kartografie meines sozialen Webs diesem Mangel entgegen zu wirken. Möglicherweise entstehen so Anhaltspunkte – auch für Andere. 

Timekiwi

Timekiwi macht nichts als Inhalte anderer Quellen in einer hübsch gestalteten Timeline zu aggregieren. Das ist zwar nett anzusehen, mehr leider nicht. Bestünde die Möglichkeit dort auch Inhalte originär einzupflegen, fände ich das in diesem Umfeld durchaus reizvoll. So wie Videos auf Vimeo statt YouTube zu laden, schlichtweg deshalb, weil es dort hübscher ist.

Bewusstseinszustand Social Media

Spannender Artikel von Nathan Jurgenson, der Social Media mal in einen etwas größeren Bedeutungszusammenhang rückt und auf die Aussage zuläuft, dass:

[…] the ultimate power of social media is how it burrows into us, our minds, our consciousness, changing how we consciously experience the world even when logged off.

“Ein Land, das von Kindern regiert wird, stelle ich mir so ähnlich vor wie Uganda unter der Herrschaft von Idi Amin. Bestenfalls käme Italien unter Silvio Berlusconi raus.”

— Harald Martenstein macht sich in der “Zeit” (01/12) lesenswerte Gedanken über das Buch “Der kleine Prinz”.

Nullsummenspiel. Notizen über die Gesellschaft.